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Virtuelle Orientierungsveranstaltungen gestalten

Das Wintersemester 2020/21 startet unter dem Corona-bedingten Abstandsgebot und dem Aufruf des Präsidiums Lehre weiterhin überwiegend virtuell anzubieten. Auch die Angebote für Einführungs- bzw. Orientierungswochen für Erstsemesterstudierende können somit aktuell nur in sehr kleinen Gruppen oder virtuell angeboten werden. Nutzen wir also die Chance, unsere Studierenden schon vor Semesterbeginn mit den virtuellen Angeboten der Goethe-Universität vertraut zu machen, die ihnen in den nächsten Monaten in der virtuellen Lehre begegnen werden.

Was muss bei der Planung von Orientierungsveranstaltungen beachtet werden?

Um eine reibungslose Durchführung zu ermöglichen, sollten Sie so frühzeitig wie möglich planen, ob Sie ein rein virtuelles Angebot anbieten wollen oder auch Präsenztermine einbinden. Zusätzlich sollten Sie frühzeitig klären, ob die virtuelle Durchführung ausschließlich asynchron stattfinden soll oder auch synchrone Angebote mit Mitarbeiter*innen des Fachbereichs bzw. mit Studierenden aus der Fachschaft (s.u.) durchgeführt werden.

In der Lehre übliche Tools nutzen:

Bringen Sie in Erfahrung, welche Tools in ihrem Fachbereich überwiegend in der virtuellen Lehre zum Einsatz kommen. Nutzen Sie diese auch für Einführungsveranstaltungen. Eine Abfrage unter den lehrenden KollegInnen, welche Bausteine eines Tools überwiegend in den ersten Semestern eingesetzt werden, kann zielführend sein, um die Studierenden darauf vorzubereiten und gleichzeitig nicht mit unnötigen Informationen zu überlasten. Nutzen Sie beispielsweise OLAT, könnte es sein, dass in den ersten Semestern in erster Linie Austauschordner, Foren, Linklisten und Inputbeiträge per Videoeinbindung genutzt werden, aber noch keine Wikis oder Etherpads. Es bietet sich an, die bereits in den ersten Semestern zum Einsatz kommenden Bausteine auch in der Einführung zu nutzen und weitere Bausteine erst zu einem späteren Zeitpunkt in der Lehre einzuführen.

Zugang der Studierenden sicherstellen:

Möglicherweise sind zu Beginn der Orientierungswoche noch nicht allen Studierenden ihre HRZ-Zugänge zugestellt worden. Daher sollten Sie sicherstellen, dass alle Studierende auf die genutzten Tools zugreifen können. In OLAT können Sie bspw. den Zugang auf „Öffentlich – für jeden sichtbar (BARG)“ einstellen, damit alle Studierenden, die den Link erhalten, die Inhalte des Einführungskurses abrufen können.

Informationen von zentralen Einrichtungen einbinden:

Stellen Sie Studierenden Hinweise und ggf. auch (Video-)Beiträge von zentrale Einrichtungen, wie dem Prüfungsamt, den Bibliotheken oder der Studienberatung zur Verfügung. Insbesondere, wenn die Präsenzerfahrung am Campus und der Austausch mit anderen Studierenden fehlen, sind Hinweise auf die für eine erfolgreiche Teilhabe am Studium relevanten Einrichtungen für Studierende eine große Unterstützung, um sich am „virtuellen Campus“ zurechtzufinden. (Siehe unten: Hilfreiche Links)

Informationen von beitragenenden Kolleg*innen einholen:

Kontaktieren Sie frühzeitig Ihre Kolleg*innen und bitten Sie diese um virtuelle Beiträge zur Einführungsveranstaltung, in Form eines kleinen Videos, Sceencasts oder anderer Dokumente. Eine gemeinsame, nett gestaltete Folienvorlage kann als Leitfaden für die Darstellung dienen, an dem sich alle Beitragenden orientieren können. Diese können Informationen zur Abteilung, Fakten und lustige Details aus dem Fachgebiet, aber auch Fotos der Arbeitseinheit umfassen.

Raum für Begegnung schaffen:

Angesichts von Social Distancing ist es hilfreich, neue Formen des Miteinanders zu finden. Dies gilt insbesondere auch für neue Studierende. Da persönliche Zusammenkünfte in größerer Runde aktuell nicht möglich sind, können kurze Video-Konferenzen als alternativer Weg des „Kennenlernens“ genutzt werden. Ergänzend können Sie anbieten, dass offene Fragen nach Einsicht in die asynchronen Beiträge der Einführungswoche in einem ZOOM-Meeting oder in einem Forum zu einer vorab bekanntgegebenen Zeit gestellt werden können. (Weiterführende Hinweise finden Sie unter: Kommunikationsregeln bei Webkonferenzen und Foren, Vorteile asynchroner und synchroner Kommunikation nutzen).

Unterstützung von Studierenden höherer Semester anfragen:

Eine Einbindung der Fachschaft ist in vielen Fachbereichen bereits lange üblich. Für Angebote, die über den virtuellen, durch Sie als Lehrende angeleiteten Austausch hinausgehen, können Sie sich, wenn nicht bereits üblich, Unterstützung von Studierenden aus höheren Semestern hinzuholen. Der (zusätzliche) studentische Blickwinkel auf das Studium kann die Orientierungsveranstaltung zusätzlich beleben.

Hinweise zu studiumsbezogenen IT-Anwendungen:

Denken Sie daran, Studierenden im Rahmen der Veranstaltungen auch Informationen zur Einrichtung der studentischen Emailadresse, zur Nutzung von OLAT und ZOOM oder weiterer IT-Anwendungen zu geben (siehe unten:  Hilfreiche Links).

Literatur:

Häfele, H. & Maier-Häfele, K. (2020). 101 Online-Seminarmethoden: Methoden und Strategien für die Online- und Blende- Learning-Seminarpraxis. Bonn: ManagerSeminare.

Erpenbeck, J., Sauter, S. & Sauter W. (2015): E-Learning und Blended Learning. Selbstgesteuerte Lernprozesse zum Wissensaufbau und zur Qualifizierung. Wiesbaden: Springer.

Aktualisiert am 22. September 2020

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