Kommunikationskultur in der virtuellen Lehre

Mit dem Sommersemester 2021 startet für uns alle das dritte Semester, in dem ein großer
Anteil der Lehre auf virtuellem Weg stattfinden wird. Die Goethe-Universität legt großen Wert auf eine wertschätzende Kommunikation und den respektvollen und vertrauensvollen
Umgang zwischen Mitarbeitenden, Lehrenden und Studierenden. Dies gilt natürlich auch für
die virtuelle Kommunikation im Rahmen der digitalen Lehre und des digitalen Lernens.
Zum respektvollen und chancengerechten Miteinander gehören neben dem behutsamen
Umgang mit persönlichen Informationen auch der wertschätzende Umgang mit Diversität
sowie unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedarfen.
Im vergangenen Jahr mussten wir beobachten, dass virtuelle Lehrräume verstärkt für
diskriminierende Äußerungen, Beleidigungen und Mobbing missbraucht wurden.
Wenn dies über private Kommunikationswege zwischen Studierenden oder in asynchronen
Lernformaten stattfand, hatten Lehrende meist keine Kenntnis von den Vorfällen. Die Hürde,
die Lehrperson informieren, war durch die fehlende persönliche Beziehung besonders hoch.

Hinweise für Lehrende

  • Bitte vereinbaren Sie Regeln für eine respektvolle Kommunikationskultur, eine gemeinsame Verantwortung für den wertschätzenden Umgang und zeigen Sie sich ansprechbar für Vorfälle, in denen die Kommunikationskultur missachtet wird.
  • Bitte achten Sie darauf, dass die private Chatfunktion unter Studierenden in Zoom oder anderen Formaten gesperrt ist.
  • Bitte achten Sie darauf, dass Studierende sich mit ihrem Klarnamen anmelden.(Dennoch sollte für Studierende, die sich nicht mit dem an der Universität offiziell hinterlegten Namen und Geschlechtseintrag identifizieren, die Verwendung eines selbstgewählten Vornamens möglich sein.)
  • Sollten sich Studierende nicht an eine respektvolle Kommunikationskultur halten, können Sie auch in digitalen Veranstaltungen von Ihrem Hausrecht Gebrauch machen und diese aus Ihrer Lehrveranstaltung ausschließen.
  • Digitale Lehre bringt besondere Diskriminierungspotentiale mit sich. Bitte überprüfen Sie digitale Formate auf unbeabsichtigte Ausschlüsse und denken Sie bei der Konzeption Ihrer Angebote möglichst verschiedenste Bedarfe und Herausforderungen der Studierenden mit.
  • Hinweise dazu finden Sie auch in der Handreichung diversitätsbewusste digitale Lehre.

Verhaltenskodex für Studierende

Die Goethe-Universität legt großen Wert auf eine wertschätzende Kommunikation und den
respektvollen und vertrauensvollen Umgang zwischen Mitarbeitenden, Lehrenden und
Studierenden. Dies gilt natürlich auch für die virtuelle Kommunikation im Rahmen der
digitalen Lehre und des digitalen Lernens.
Jegliche diskriminierende oder in einer anderen Art verletzende und herabwürdigende
Äußerungen werden an der Goethe-Universität nicht toleriert. Dazu heißt es in der
Antidiskriminierungsrichtlinie:


„Alle Mitglieder und Angehörige der Goethe-Universität tragen durch ihr Verhalten zu einem
Arbeits- und Studienklima bei, in dem die persönliche Integrität und die Selbstachtung aller
Beschäftigten, Studierenden und Gäste respektiert werden. […]
Jede Form von Diskriminierung insbesondere rassistischer, ethnisierender, antisemitischer
und antimuslimischer Art sowie Diskriminierung bezogen auf geschlechtliche und sexuelle
Identitäten und zugeschriebene bzw. angenommene oder tatsächliche Eigenschaften wie
Lebensalter, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, soziale Herkunft bzw. sozialer
Status und andere soziale Stigmatisierungen werden an der Goethe-Universität nicht toleriert.“

Antidiskriminierungsrichtlinie der Goethe-Universität


Verstöße gegen den respektvollen Umgang miteinander können zum direkten Ausschluss
aus Lehrveranstaltungen, zur Einleitung eines formellen Beschwerdeverfahrens an der Uni
sowie zur Strafanzeige führen.
Wir bitten Sie, Mobbing, Belästigung, Diskriminierung und andere Formen der Missachtung
der gewünschten Umgangsformen Ihrer Lehrperson zu melden.
Zudem möchten wir Sie ermutigen, individuelle Bedarfe (beispielsweise bezüglich
Barrierefreiheit, Nachteilsausgleichen, der gewünschten Anrede oder besonderen
persönlichen Belastungen) vertrauensvoll mit Ihrer Lehrperson oder den spezialisierten
Beratungsstellen der Universität zu besprechen, damit wir Sie unterstützen und gemeinsam
eine Lösung finden können.
Wenn Sie diskriminierende Äußerungen oder Vorfälle selbst erleben oder beobachten,
können Sie außerdem jederzeit vertraulich und auf Wunsch auch anonym an die
Antidiskriminierungsstelle der Universität wenden:
Mail: antidiskriminierungsstelle@uni-frankfurt.de, Tel.: +49 69 798-18134

Aktualisiert am 21. April 2021

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